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Glamourdome - The gay- & lesbian Nightout

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Kommentare
Gabbing about: Bärbel vom Birmingham Pub
da muss ich bärbel absolut recht ...
Hier laufen die Täter
"ich wurde selbst schon opfer von langjä ...
Hier laufen die Täter
sorry raffigayte aber ich äffe nicht irgendein ...
Hier laufen die Täter
an den Herrn Barmbeker, in der Tat ...
Hier laufen die Täter
afghanistan meinte ich..-d
exit.publigayte.com > City > News >

30.10.09 / 22:22

GRÜNER WIRD‘S NICHT!

 

… oder warum guter Konsum so anziehend ist

 

Schluss mit den ranzigen Vorurteilen: Wer bei Bio-Kleidung automatisch an

Kartoffelsäcke denkt, ist schon lange nicht mehr up-to-date. Die Auswahl an

ethischer Kleidung ist abwechslungsreich wie das Leben. Neben den legeren

Basics für den Alltag gibt es mittlerweile rockige Shirts zum Waven und Boarden

sowie eine Fülle an Outfits für einen stilsicheren Szeneabend. Das Problem:

Woher bekommt man das geile Zeug?

Klamotten kaufen ist für viele ein himmlischer Zeitvertreib. Nicht selten schaltet

das Gehirn beim Stöbern durch die Geschäfte irgendwann ab und man

lässt sich von Schnitten und Farben berauschen. Gerne würden viele von uns

die Welt durch ihre Kaufentscheidungen ein Stück weit verbessern, wenn das

Ganze nicht so schrecklich verkopft erscheinen würde. Wie unterscheidet man

Biobaumwolle von Baumwolle, und was bedeutet eigentlich „fair“ produziert?

Konsumenten, die mit ihrer Produktauswahl gezielt Gesundheit und Nachhaltigkeit

fördern wollen, haben mittlerweile sogar einen Namen: LOHAS. Die Abkürzung

steht für "lifestyle of health and sustainability“. Doch keine Angst, es

gibt Menschen und Orte in unserer Nähe, die dieses Dilemma für uns lösen.

Genuss und Gewissen können gemeinsam befriedigt werden.

 

Jeder sollte einen Hausfreund haben

In Düsseldorf gibt es einen angesagten Shop für Individualisten: Der Hausfreund.

Inhaber Rene Küpper designt, fertigt oder konfektioniert die meisten

seiner Artikel selbst. Mit viel Zeit, Mühe und Liebe produziert er seine Outfits,

die größtenteils mit einer Schablonentechnik von Hand bedruckt werden.

Die kleinen Variationen, die so beim Druckergebnis auftreten, nimmt er gerne

in Kauf. Gerade das macht den ganz persönlichen Hausfreund-Charakter aus.

Seine Kunden wissen das zu schätzen. „Ich möchte mich bewusst von den Massenprodukten

‚Made in China‘ abheben“, erklärt Rene. „Ich produziere bewusst

in Deutschland und beziehe meine Rohmaterialien ebenfalls aus Deutschland

oder dem europäischen Ausland.“ Seine Stoffe und Artikel kommen alle aus

Fairtrade-Betrieben, die internationalen Standardansprüchen gerecht werden.

In seinem früheren Leben arbeitete Rene für diverse Werbeagenturen im

Bereich TV-Produktion. Nach sechs Jahren wagte er das Experiment Selbstständigkeit.

Sein erstes Model war sein damaliger Freund, der ihm in der Anfangsphase

unter die Arme gegriffen hat. Rene: „Meine Motive waren früher

viel schwuler, das ist heute subtiler geworden. Zu der Zeit habe ich zum Beispiel

auch das Thekenpersonal des Gay Happenings mit meinen Shirts ausgestattet.“

Eines stand für Rene von Anfang an fest: keine Zusammenarbeit mit

stressigen Leuten. „Ich will ein gutes Gefühl haben bei meiner Arbeit. In der

Werbung denkt keine Sau darüber nach, ob Dinge echt oder gefakt sind, ob

gelogen wird oder nicht. Wahrscheinlich entstand aus diesen Erfahrungen mein

Laden, als Negation sozusagen.“

 

Die ticken noch ganz richtigJeder sollte einen Hausfreund haben

In Bielefeld gibt es ebenfalls eine charmante Einkaufsalternative. Der Laden

von Thorsten Lehmkühler nennt sich treffenderweise Fairticken und erfreut

sich seit Oktober 2008 stetig wachsender Beliebtheit. „Ein Schlüsselerlebnis

war für mich der Film China Blue, in dem es um Arbeiterinnen in einer

chinesischen Jeans-Fabrik geht. Solche Arbeitsplätze sind mit menschenverachtender

Ausbeute gleichzusetzen“, sagt Fairticken Inhaber Thorsten. Der

„ökologische Fußabdruck“ ist ein Bild, das für unseren Ressourcenverbrauch

steht. Der Fußabdruck entspricht der Fläche auf der Erde, die notwendig ist,

um den Lebensstil eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen. Konsumenten

vergrößern ihren ökologischen Fußabdruck durch den Kauf von herkömmlichen

Textilien unverhältnismäßig. „Selbst stricken oder nackt rumlaufen sind keine

Alternativen, andere gab es nicht in Bielefeld. Also habe ich eine geschaffen.“

Eine angemessene Bezahlung und die Einhaltung von Arbeitsrechten sind

wichtiger Bestandteil von „fair“ gehandelter Kleidung. Durch feste Abnahmeverträge

wird die Lebensgrundlage von Bauern und ihrer Familien in „Entwicklungsländern“

auch bei Ernteausfällen gesichert. Gerade in der globalen

Textilindustrie ist das leider noch lange keine Selbstverständlichkeit. Das erklärte

Ziel: Nur solche Dinge zu verkaufen, bei denen der Rest der Welt nicht

leidet, sondern profitiert. Erfreulicherweise stimmen trotz allem die Preise.

„Die Labels verzichten auf teure Werbung“, fügt Thorsten hinzu, der auch das

aktuelle Covermodel Sascha ausgestattet hat. „Dieser Preisvorteil kommt den

Kunden zugute. Nicht der Name wird bezahlt, sondern das Produkt!“ Tipp am

Rande: Bei Thorsten gibt es für das „beste Stück des Mannes“ eine Reihe

attraktiver Unterwäsche. Gerade drunter fühlt sich Biobaumwolle besonders

angenehm an.

 

 

Eco Boardwear

Vom Brett zum Shirt: Sunimar wurde 2007 gegründet und ist die erste

bio-faire Brand Deutschlands, die ihre Wurzeln im Surf-, Skate- und Snowboardsport

hat. Das spiegelt sich auch in den Shirt-Motiven wieder. Die

Beweggründe liegen auf der Hand: Freiluftsport und Umweltbewusstsein

gehören einfach zusammen. „Leider ist vielen Leuten gar nicht klar, wie viel

Chemie in einem handelsüblichen T-Shirt steckt“, erklärt der Düsseldorfer

Gründer Marco Homberg, „ich hoffe, ich kann mit meinem Label ein wenig

Aufklärung betreiben und Alternativen anbieten.“ Darüber hinaus ist dem

Düsseldorfer Gründer Marco Homberg auch die soziale Komponente wichtig:

„Nur weil dieses Thema der überwiegenden Mehrheit – und hier sind

Modeproduzenten wie Konsumenten gemeint – am Arsch vorbei geht, heißt

das ja nicht, dass wir es nicht anders machen können.“ Ein weiterer netter

Nebeneffekt ist die Tatsache, dass Marcos Shirts in vergleichbar geringer

Stückzahl produziert werden. Das peinliche Erlebnis, wenn man merkt, dass

jemand auf der Party das gleiche Shirt trägt, ist somit so gut wie ausgeschlossen.

Übrigens, für alle, die mal was Neues ausprobieren wollen: In

seinem Online-Shop findet man auch Kondome aus fair gehandeltem Latex.

 

Auf der grünen Wiese

gruene wiese ist Münsters Laden für stylische, öko-faire Kleidung. Lars Wittenbrink

und Simone Pleus sind definitiv vom Fach. Schon im Studium haben

sich die beiden mit den sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen der

Bekleidungsindustrie beschäftigt. Danach war ihnen der Spaß an der Mode

erst einmal vergangen. Trotzdem ließ sie das Thema nicht los. Angebote junger

Brands, die es von Grund auf anders machen, fanden sie vor allem im Internet

und die Klamotten sahen sogar richtig gut aus. Es fehlten jedoch die Shops in

der Nähe, um die feinen Sachen auch kaufen zu können. Das sollte sich ändern.

Unterstützt von einem queer-aktiven Münsteraner eröffneten Simone und

Lars Münsters ersten „eco-fair urban wear“-Shop. „Wir haben Deutschlands

größte Verkaufsfläche und Auswahl an öko-fairer Streetwear“, sagt Lars stolz.

„Es gibt einige standardisierte Gütesiegel, auf die sich der Kunde verlassen

kann. Wir stehen ständig in Kontakt mit den Herstellern. Stellt sich im Nachhinein

heraus, dass ein Anbieter falsche Angaben gemacht hat, dann fliegt er aus

dem Sortiment. Das ist aber bis dato erfreulicherweise noch nicht passiert.“

Bei Lars und Simone kann man also getrost das kaufen, was einem spontan

gefällt und hinterlässt so garantiert einen nachhaltigen Eindruck. [jb]

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